Mittwoch, 2. Mai 2018

Die Details am Rande – Nachlese des FREMO-Treffens in Petersberg

Das FREMO-Regionaltreffen in Petersberg ist gut überstanden, und Bilder dazu sind hier veröffentlicht:

- Fotos von Michael Furchert
- Fotos von Lars-Christian Uhlig

Daneben habe ich aber auch noch eine ganze Reihe von Detailfotos des Bahnhofs Walburg gemacht, die ich hier in einer eigenen Serie zeigen möchte.

Wir durchstreifen den Bahnhof von West nach Ost. Zuerst ist hier ein Blick auf den Bahnübergang der Rommeröder Straße zu sehen. Der Wald im Hintergrund befindet sich schon auf einem benachbarten Modul der Privatbahnstrecke, passt aber ganz gut zur Szene.



Matthias hat zum Treffen eine ganze Menge an Staffage verteilt, so dass unser Bahnhof deutlich belebter aussah als bisher. Hier biegt ein Schlepper von der Unterführung zum Siegenweg auf die frisch asphaltierte Bahnhofstraße ein. Das Portal der Unterführung hat inzwischen auch schon ein Geländer erhalten, so dass hier im Wesentlichen nur noch die Begrünung fehlt …



Oberhalb der Bahnhofstraße befindet sich der Bereich der Bahnmeisterei. Neben den bereits bekannten Gebäuden des Öllagers und der Garage ergänzen Fahrzeuge und Fernsprecherbuden das Bild.





Das eigentliche Bahnmeisterei-Gebäude wurde mit seinem Fundament jetzt vorbildgerecht in den Hang gesetzt. Auch hier beleben allerlei Kabelrollen, Paletten und Boxen sowie der Tank für die Kraftfahrzeuge die Szenerie.





Hinter dem Sperrsignal am Gleis 2 wurde der fertig gealterte Wasserkran gesetzt. Im Unterschied zum zweiten Wasserkran im Bw besitzt dieser Kran eine Laterne, um auch bei schlechter Sicht im Gleis gesehen zu werden.



An der Ladestraße steht bereits der Lastwagen des örtlichen Bauunternehmers bereit, um die erwartete Lieferung mit dem Förderband entgegen zu nehmen.



Neben dem Ablaufberg befand sich ein Propangas-Lager, mit dem die Weichenheizung im Bahnhof und wahrscheinlich auch im Bezirk der Bahnmeisterei versorgt wurde. In dem eingezäunten Bereich sind dafür ein großer Tank sowie die kleineren mobilen Behälter für die entfernten Heizungen zu finden. Nach dem Einfärben des Zauns wird die vorbereitete Platte dann ins Modul eingeklebt, und das Gelände wird angepasst.



Eine 93.5 wartet darauf, ins Bw einrücken zu dürfen, während der VT 95 am Gleis 3 auf seine nächste Fahrt nach Epterode wartet. Auf dem Ablaufberg ist es ungewöhnlich ruhig, dafür ist die Sicht auf Bahnsteig und Empfangsgebäude ungehindert.



Eine Lok der Baureihe 56.2 steht auf dem Scheitel des Ablaufbergs, den das selbstgebaute Abdrücksignal ziert. Wir haben auf eine Fernbetätigung verzichtet, so dass das Signal genauso mit der Hand gestellt wird, wie die Kupplungen der abzulaufenden Wagen mit der Hand entkuppelt werden.



Am östlichen Bahnhofskopf zweigt der Anschluss der Gewerkschaft Frieledorf von der Strecke nach Velmeden/Epterode ab. Telegrafenmasten, Lampen und Drahtzugleitungen sind bereits gesetzt, während der Birkenhain zum Treffen erst durch ein paar symbolische Bäume markiert war. Inzwischen ist eine große Lieferung von Birken eingetroffen, so dass demnächst mit dem Aufforsten in diesem Bereich begonnen werden kann.



Der Blick über das Kornfeld offenbart, dass der Verladebunker von Walburg immer noch nur als Volumenmodell vorhanden ist. Dagegen ist die Begrünung rund um den Anschluss bereits gut vorangeschritten. Die Streckenmodule im Hintergrund ergänzen die Szene zu einer weitläufigen Landschaft, die wir sonst nur von Modellbahnanlagen kennen.



Zum Abschluss gibt es nochmal einen Bahnübergang. Diesmal handelt es sich um den Feldweg, der sich um den Anschluss der Zeche herumschlägelt, um dann die Strecke nach Velmeden/Epterode zu überqueren


Dienstag, 3. April 2018

Einsatz für Walburg

Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, die Entwicklungen der letzten Zeit hier vorzustellen, doch inzwischen drängt etwas die Zeit – oder vielmehr der nächste Einsatz von Walburg. Fast eineinhalb Jahre haben wir mit dem Bahnhof an keinem FREMO-Treffen mehr teilgenommen. Das war keine Absicht, denn leider wurde ein geplantes Treffen im vergangenen Jahr abgesagt. Umso mehr freuen wir uns darauf, mit der Walburg AG Gastgeber für das 5. FREMO-Regionaltreffen Rhön in Petersberg bei Fulda sein zu können.

Vom 5. bis 8. April findet im Propsteihaus das Treffen statt, bei dem Walburg den Mittelpunkt eines Nebenbahn-Netzes der Epoche 3 darstellt. Neben der Bundesbahn (DB) ist auch die private WLE wieder mit von der Partie, so dass die 500 qm, die uns zur Verfügung stehen, gut gefüllt sind.

Hier gibt es einen Vorgeschmack auf das Modularrangement:



Walburg befindet sich im großen Saal an der linken Wand; für Ortskundige: das Foyer mit dem Haupteingang befindet sich unten.

FREMO-Treffen sind grundsätzlich nicht öffentlich, da es uns um das gemeinsame Spiel nach Fahrplan geht. Zuschauer einer Ausstellung erwarten etwas anderes. Dafür können unsere Gäste auch mal einen Regler in die Hand gedrückt bekommen, um selbst einen Zug über das Arrangement zu steuern – natürlich nach Fahrplan. Interessenten können sich hier über die Rahmendaten des Treffens informieren:

Treffenankündigung im FREMO-NET

Anmeldungen von Gästen werden gerne entgegen genommen. Für alle anderen wird es hier in den nächsten Wochen wie immer eine Bildergalerie unter EINSÄTZE VON WALBURG geben.

Sonntag, 18. März 2018

Asphalt, Splitt und Schotter

Das der nächste Einsatz von Walburg auf einem FREMO-Treffen bevorsteht, soll vor allem der Bereich der Bahnhofstraße nach den größeren Umbauarbeiten wieder in einen halbwegs ansehnlichen Zustand versetzt werden. Dazu hatten wir bei den letzten Arbeitseinsätzen die Bordsteine aus Polystyrol gesetzt und die Straßenoberfläche verspachtelt und verschliffen. Zur vorbildgerechten Detaillierung gehören aber nicht nur die Bordsteine, sondern auch Schachtabdeckungen und Straßeneinläufe.

Unter der Mitte der Bahnhofstraße verläuft ein Abwasserkanal, der runde Schachtabdeckungen erhält. Diese bestehen aus einem blanken Metallring und der eigentlichen Abdeckung, die bereits brüniert ist. Um den Metallring einzulassen wird mit einem passenden Bohrer – in unserem Falle mit 10,5 mm Durchmesser – ein relativ flaches Loch in die Straßenoberfläche gebohrt.



Das Loch wird versäubert, so dass der Kanaldeckel mitsamt Ring gut darin liegen können und nicht überstehen.





Anschließend wird der Ring nochmals eingespachtelt und die Oberfläche mit der Hand bündig verschliffen.





Der Umriss des Straßeneinlaufs – aka Gully – wird mit einem Cutter angerissen, und mit einem feinen Stichel wird etwas Material der Straßenoberfläche abgetragen, so dass der Deckel auch hier bündig eingelegt werden kann.



Der Fußweg soll eine wasserdurchlässige Oberfläche aus Kies erhalten. Dafür wird der Kork satt mit Leim eingestrichen, auf dem feiner Splitt gleichmäßig aufgesiebt wird. Zur Verbesserung der Klebewirkung kann der Splitt anschließend noch mit der bekannten Wasser-Odol-Mischung eingesprüht werden.



Nachdem der Kleber getrocknet ist, kann der nicht haftende Splitt auf der Straße abgesaugt werden.



Als nächsten und letzten Arbeitsgang für dieses Wochenende wird die Straßenoberfläche mit AK Terrains Asphalt verstehen. Es handelt sich um eine relativ dicke Farbe, die feinen Splitt enthält. Auftragen lässt sie sich mit einem Pinsel oder fast noch besser mit einem Japan-Spachtel. Es entsteht eine relativ raue Asphaltoberfläche, die den »rustikalen« Arbeitsweisen der 1960-Jahre durchaus entspricht. Näheres zur weiteren Verarbeitung gibt es dann in einem der nächsten Beiträge, denn die Masse musste zunächst durchtrocknen, und das Wochenende war bereits vorüber.



Parallel zur Bahnhofstraße wurde auch im Gleisbereich gearbeitet. Die Gleise des Bw waren noch nicht vollständig eingeschottert, nachdem die Schlackegrube eingebaut war. Bevor aber auch hier die gesamten Zwischenräume geschottert werden können, war noch das Fundament des Wasserkrans aufzukleben. Der Standort wurde so gewählt, dass die beiden Güterwagen als Prüfmaße ungehindert daran vorbeirollen.



Anschließend wurde der gesamte Bereich mit feinem Schotter aufgefüllt und auf die bekannte Weise verklebt. Hier ist der nasse Schotter noch an der dunklen Färbung zu erkennen.



Und auch das Gleis auf dem Ablaufberg wurde jetzt bis an die Randsteine hin eingeschottert. Wir haben auch darauf geachtet, dass der Laufweg des Bergpersonals auf der linken Seite des Berggleises mit einem feinen Splitt versehen war, der auf dem Schotter aufgebracht war.

Sonntag, 21. Januar 2018

Stand der Dinge – der aktuelle Modulplan

Zu Beginn dieses Blogs hatte ich einen Artikel der FREMO-Vereinszeitschrift Hp 1 Modellbahn zitiert, in dem ich unter anderem über die Planung »unseres« Walburgs geschrieben hatte. Die Grundsätze haben wir über die Jahre nicht verändert, wohl aber hat sich der ursprüngliche Plan des Bahnhofs etwas verändert. Daher sei dieser aktuelle Plan des Bahnhofs hier kurz vorgestellt.

Der Bahnhof Walburg ist seit seiner Errichtung oft umgebaut worden. Waren es bis in die 1950er-Jahre hauptsächlich Erweiterungen, so ist ab den frühen 1960er-Jahren eine Optimierung des Gleisplans (= Reduzierung der Weicheneinheiten) und später dann auch der Rückbau erfolgt. Wir hatten uns zur Nachbildung des Gleisplans aus dem Jahr 1963 entschieden, bei dem bereits einige Weichen entfernt waren, die Leistungsfähigkeit des Bahnhofs aber noch nicht reduziert worden war.

Zunächst ist hier der Gleisplan des Vorbilds mit unterschiedlichem Längen- und Breitenmaßstab zu sehen. Die Lage im Bogen ist genauso zu erkennen, wie der Anschluss der Bergwerk Frielendorf AG, der rechts vom Streckengleis nach Velmeden abzweigt. Links führt die Strecke nach Hessisch-Lichtenau und weiter nach Kassel. Rechts unten (östlich) geht es weiter nach Hasselbach bzw. Eschwege, und in nördliche Richtung schloss sich der Bahnhof Velmeden an, wo sich die Strecken nach Großalmerode West und Eichenberg verzweigten.


Vorbildgleisplan ca. 1963 – große Version

Unser Modulplan zeigt, dass der Bahnhof Walburg aus insgesamt 17 Segmenten besteht. An jedem der drei Streckenabgänge haben wir ein FREMO B96-Profil verwendet. Der schwarze Keil bezeichnet die jeweilige Bergseite des Profils. Am östlichen Bahnhofskopf mussten wir noch etwas verändern, um die Landschaft des Vorbilds nachzubilden. Da bei dem keilförmigen Modul die tiefer liegende Strecke nach Eschwege in einem Einschnitt liegt, haben wir hier ein kurzes Übergangsmodul eingefügt, um erst weiter östlich zum Hang zu kommen, der so auch beim Vorbild vorhanden ist.

Die im Rohbau vorhandenen Ansatzstücke auf der Nordseite des Bahnhofs sind von uns nicht weiter ausgestaltet worden. Beim Vorbild ist hier ein hoher, bewachsener Hang zu finden. Durch die Einführung eines separaten Stellwerks für den Ablaufberg, braucht es Einblick und Zugriffsmöglichkeiten von der nördlichen Seite. Mit einem hohen Hang wäre das nicht möglich, so dass wir mit den Segmenten ohne diese Ansatzstücke aus betrieblichen Gründen sehr zufrieden sind.

Große Version

Im Gleisplan ist die Landschaft nicht dargestellt. Es sind nur das Empfangsgebäude, der Lokschuppens und das Stellwerk Ww sowie die Unterführungen eingezeichnet. Eine Vorstellung der tatsächlichen Landschaft sollte sich aus dem Vorbildplan und den bisher veröffentlichten Fotos ganz gut ergeben.

Um die Dimensionen des Modellbahnhofs etwas zu verdeutlichen: Die Endprofile der Strecken weisen eine Breite von 50 cm auf. Die Modulkästen beruhen auf einem Raster von 100 cm Breite und 150 cm Länge, lediglich die vier Streckenmodule in Richtung Velmeden sind etwas kürzer. Es ergibt sich dadurch eine Streckenlänge vom westlichen bis zum nördlichen Ende von ca. 21 m.

Sonntag, 14. Januar 2018

Stand der Dinge – ein Bilderbogen

Diesmal wird es keinen bebilderten Baubericht der letzten Arbeitsschritte geben. Einerseits habe ich keine grundsätzlich anderen Techniken angewendet, und andererseits waren die Lichtbedingungen fürs Fotografieren ziemlich widrig. Jahreszeitlich bedingt musste ich fast ausschließlich bei Kunstlicht arbeiten und möglichst viele Lampen anschalten. Während unser Hirn die unterschiedlichen Farbtemperaturen der eingesetzten Leuchtmittel ganz gut herausrechnet, ist der Kamerasensor damit heillos überfordert. Um halbwegs gleichmäßig gefärbte Bilder zu erhalten, habe ich einen recht hellen Vormittag verwendet, um den aktuellen Zustand der östlichen Zufahrt zum Bahnhof Walburg zu dokumentieren.

Die Perspektive des ersten Fotos lässt sich nur selten einnehmen. Dieser Vogelblick lässt erkennen, dass nunmehr der gesamte östliche Teil unseres Bahnhofsmoduls durchgehend begrünt ist. Die Grünflächen sind bereits differenziert nach (landwirtschaftlich) genutzten und eher verwilderten Bereichen. Erste Hochgewächse sind auch schon gesetzt, es fehlen aber noch zahlreiche Büsche und Bäume, die den dreidimensionalen Eindruck noch wesentlich verstärken werden.



Die vier hier zusammengestellten Segmente lassen erkennen, wie die Bahntrassen in die vorhandene Landschaft eingefügt wurden – Aufschüttungen und Einschnitte wechseln sich vorbildentsprechend ab. Insgesamt handelt es sich hier um über 5 qm Landschaft, die allein auf diesen Segmenten zu gestalten ist.



Vom ansteigenden Streckengleis nach Velmeden (in der Mitte) zweigt der Anschluss der Bergwerk Frielendorf AG ab, der mit einer Gleissperre gesichert ist. Eine Mastleuchte hat zur Unfallverhütung in diesen Bereich beigetragen. Während die Böschungen vor und hinter den Gleisen noch mehr Bewuchs erhalten werden, bleibt der Streifen zwischen Strecken- und Anschlussgleis so spärlich bewachsen.



Weiter östlich wird der Bewuchs höher, je weiter die Gleise auseinanderstreben. Die Böschung im Vordergrund wird demnächst vorbildgemäß mit einem Birkenhain bedeckt. Die Blätter im Gras markieren den Bereich, in dem die Bäume stehen werden.



Wir wechseln auf die nördliche Seite und können erkennen, dass auch hier die (ungemähte) Wiese bis an das Streckengleis nach Velmeden heran gewachsen ist. Die Trennkante der Segmente wird durch eine Reihe Büsche (links oben) abgetarnt.



Dieser Ausschnitt zeigt neben den Details wie Rangierhalttafel, Druckrolle, Telegrafenmast und Hektometerstein auch die unterschiedlichen Farben der Begrünung und die wuchernden Büsche zwischen den Gleisen.



Auf den folgenden Fotos sind unterschiedliche Formen von Bodendeckern und Buschwerk zu sehen, die aus Seemoos, Deco Twister oder Heki-Laubmatten entstanden sind. Zusammen mit unterschiedlich langen Grasfasern, Turf und Blättern ergibt sich ein eher verwilderter Bereich entlang der Gleise.







Das letzte Foto ist quasi der Gegenschuss zum Eingangsbild und zeigt den Blick vom Einfahrsignal G aus Velmeden in Richtung Westen. Während um das Signal herum die Gestaltung der Landschaft bereits gut vorangekommen ist, zeugen die Birken (links oben) davon, dass hier demnächst noch das große »Aufforsten« ansteht …